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Nächste Seite: Wissensauffindung bei Virtual Communities Aufwärts: Wissensauffindung aus der Sicht Vorherige Seite: Information Retrieval   Inhalt Information FilteringWie schon erwähnt ist die Grundlage von Information Filtering (IF) ein fortwährendes Interesse eines Users an einem bestimmten Thema. Das Information Filtering-System muß in der Lage sein, aus einem dynamisch erzeugten Datenstrom die Daten zu selektieren, die dem Informationsbedürfnis des Users genügen. Die Datenbeschaffung ist ein eigener Punkt, der im Information Filtering-System nicht enthalten ist und im Kapitel 5.2.1 beschrieben wird. Das Information Filtering-System dient ausschließlich dazu, Daten zu selektieren. [Sackmann1997]
Grundsätzlich können drei Arten von Information Filtering unterschieden werden [Sackmann1997]:
Da von einem fortwährenden Interesse des Users ausgegangen wird, ist es sinnvoll, ein automatisiertes Konzept für Information Filtering anzuwenden. Welche Punkte dabei berücksichtigt werden müssen, wird in Abbildung 5.2 dargestellt. In einem nicht automatisierten System findet die Filterung im Kopf des Users statt und ist eine Kombination verschiedener Filtertechniken. Die Herausforderung eines automatisierten Information Filtering-Systems besteht darin, ein komplexes Interessenprofil auf eine boolesche Operation zu reduzieren. Damit das möglich ist, müssen die Daten eine qualitative Eigenschaft besitzen, die sie als nützliche Information auszeichnen oder als unnütze Information kennzeichnen und ausgefiltert werden. Eine solche Eigenschaft kann quantitativ (Vorhandensein eines Schlüsselwortes, Länge eines Textes, Anzahl von Schlüsselworten im Text) oder qualitativ (Niveau, Schönheit, Sinn, Bezug auf andere Informationen oder Zusammenhang, etc.) sein. Ein automatisierter Filter kann nur aufgrund definierter Merkmale der Daten durch das Interessenprofil seine Entscheidungen treffen. Die Merkmale müssen, damit sie durch Computer verarbeitbar sind, quantifizierbar oder zumindest in eine Reihenfolge einordenbar sein. [Sackmann1997]
Qualitative Merkmale sind für die Verarbeitung durch Computer eher ungeeignet und müssen erst in ,,pseudo-quantitative`` transformiert werden. Quantitative Merkmale sind die Grundlage für die Automatisierung eines Information Filtering-Systems. Für einen sinnvollen Einsatz eines automatisierten Information Filtering-Systems ist es aber notwendig, dass sowohl qualitative, als auch quantitative Merkmale verarbeitet werden können. Obwohl die Transformation von qualitativen Merkmalen in quantitative immer unvollkommen und unvollständig erfolgt, ist es die einzige Möglichkeit, beide Merkmalgruppen von Filtern berücksichtigen zu lassen. [Sackmann1997]
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