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Nächste Seite: Wireless LANs (WLANs) Aufwärts: Aktuelle und zukünftige Wireless-Standards Vorherige Seite: General Packet Radio Service   Inhalt Universal Mobile Telecomunication SystemUMTS6.29 stellt den eigentlichen Nachfolger zu den derzeit in Verwendung befindlichen Datenfunk-Systemen der 2. Generation (GSM900, GSM1800, GSM1900, etc.) dar und ist der erste Standard der dritten Generation (Third Generation, 3G). UMTS unterstützt theoretisch Datenraten bis zu 2Mbps, wobei dieser Wert je nach Ausbaustufe des Netzes und Dichte der Funkzellen variieren kann. In weniger dicht besiedeltem Gebiet werden nur Datenraten bis zu 384kbps möglich sein. Auch spielt es eine Rolle, ob das Mobilgerät in Bewegung ist, oder ruht. Die erreichbaren Datenraten variieren von 144kbps bei Mobilgeräten in Bewegung mit mehr als 120 km/h, 384kbps bei Mobilgeräten in Bewegung zwischen 10 km/h und 120 km/h, bis zu 2Mbps bei Mobilgeräten mit einer Bewegungsgeschwindigkeit bis maximal 10 km/h in dicht besiedeltem Gebiet [Amstutz2000]. UMTS wird Frequenzen für die Träger im Bereich 1900MHz bis 2200MHz verwenden. [MOBILE3G-2000]
Einen wesentlichen Unterschied zu den Netzen der 2. Generation gibt es im Bereich der Kanalnutzung und der verwendeten Technik. Während bei den heutigen GSM-Netzen zur Aufteilung der Kanäle das sogenannte TDMA6.30-Verfahren verwendet wird, bedient sich UMTS dem CDMA6.31-Verfahren. Dieses Verfahren gehört zu den Spreizbandtechnik-Verfahren und ist gegenüber Schmalbandstörern sehr störsicher. Bei der Bandspreizung werden die Trägersignale über die gesamte Breite des Bandes hin gespreizt, so dass es zu keiner übermäßigen Konzentration in einem bestimmten Frequenzbereich kommt. Dadurch erhöht sich der Anteil der möglichen Nutzsignale. Hierzu gibt es zwei Verfahren, nämlich die Direktsequenzierung und das Frequenzsprungverfahren. Die Daten (insbesondere für Sprache) werden mit einer viel höheren Bitrate übertragen (z.B. 1,23Mbps), als die einzelnen Ausgangssignale (z.B. 9,6kbps) erfordern würden. Durch diesen Zeitgewinn und mit Hilfe von zusätzlichen Kompressionsverfahren steht der Funkkanal vielen Benutzern gleichzeitig zur Verfügung. Voraussetzung dafür ist ein eindeutiges Adressierungsverfahren bei der Paketvermittlung der Benutzerdaten. [MOBILE3G-2000]
Durch das hohe Potential der 3G-Netze stehen in naher Zukunft den Usern mit mobilen Geräten die gleichen Möglichkeiten der Nutzung des Internets zur Verfügung, wie sie heute nur mit Festnetzzugängen oder Breitbandanbindungen möglich sind. WAP wird bei dieser Access-Technologie keine wesentliche Rolle mehr spielen. Zur Zeit ist aber WAP die einzige sinnvolle Möglichkeit, Dienste aus dem Internet mit kompakten Mobilgeräten, wie zum Beispiel Handys, zu nutzen. Diese Dienste sind aber in ihrem Umfang sehr beschränkt, durch die niedrigen Übertragungsraten und geringen Darstellungsmöglichkeiten der Handy-Displays, und bieten auch nicht annähernd den Komfort, den man mit PCs, Laptops oder ähnlichen Geräten gewohnt ist. Nach Einführung von den 3G-Netzen wird sich das aber ändern, da zur Darstellung und Übertragung der Daten aus dem Internet keine Konvertierung in ,,handliche`` Formate mehr notwendig ist, sondern Seiten auch direkt übernommen werden können. [MOBILE3G-2000]
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