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Hermann Maurer - Curriculum Vitae


Studium der Mathematik an den Universitäten Wien und Calgary (Kanada) ab 1959. Systemanalytiker bei der Regierung von Saskatchewan, Kanada (1963); Mathematiker/Programmierer am IBM Labor Wien 1964 - 1966. Dr. phil. (Mathematik) an der Universität Wien 1965.

Assistant- und später Associate-Professor für Informatik an der Universität Calgary 1966 - 1971. C4- Professor für Informationsverarbeitung an der Universität Karlsruhe 1971 - 1977; Gastprofessor am SMU in Dallas (USA), an der Universität Brasilia (Brasilien) und während derselben Periode auch an der Universität Waterloo (Kanada), für jeweils 3 Monate.

Seit 1978 ordentlicher Professor an der Technischen Universität Graz; 2000 - 2004 Studiendekan für Telematik, 2004 - 2007 Dekan der neugegründeten Fakultät für Informatik.

Von 1983 bis 1998 Leiter des Forschungsinstituts für Angewandte Informationsverarbeitung der Österreichischen Computergesellschaft, seit 1988 Vorstand oder Vorstands-Stellvertreter des Instituts für Informationssysteme und Computer Medien, 1987 bis 2006 Leiter des Instituts für Hypermedia Systeme des JOANNEUM RESEARCH, von 1997 bis 2000 Leiter des AWAC (Austrian Web Application Center) der ARCS (Austrian Research Centers), von 1979 bis 2003 Vorstandsmitglied der OCG (Österreichischen Computer Gesellschaft), Mitgründer und Aufsichtsratvorsitzender der Hyperwave AG München 1997 - 2005, dann einige Jahre lang stellvertretender Aufsichtsratvorsitzender dieser Firma. des KNOW Centers (eines der frühen K+ Zentren), des ersten Forschungszentrums für Wissensmanagement in Österreich und dort mehrere Jahre im wissenschaftlichen Beirat.

Adjunkt Professor an der Universität Denver (USA) 1984 - 1988; Professor für Informatik an der Universität Auckland (Neuseeland) im Jahr 1993 (in Graz beurlaubt) und seither Honorary Research Fellow. Mitglied des Beratungsausschusses an der Universität Kuching in Malysien seit 1998.
Von 2002 - 2006 'Campus Graz 02'- Captain (Fachhochschule der Steirischen Wirtschaft), Ehrentitel 'Visiting Professor' an der Danube University (Krems, Austria) und 2003 Gastprofessor an der Universität Edith Cowan (Perth, Australien).

Erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den ADV Preis für Verdienste um die Informationsverarbeitung in Österreich, den ENTER-Preis (ein Wortspiel mit "Enterprise") der Steirischen Wirtschaftskammer 1999, den Integrata-Preis (für humane Nutzung der Informationstechnologie) 2000 und den 'AACE Fellowship Award' der AACE (Association for the Advancement of Computing in Education) im November 2003. Wurde 1996 ausländisches Mitglied der Finnischen Akademie der Wissenschaften und im Februar 2000 Mitglied der Academia Europaea, wo er im April 2009 zum Vorsitzenden der Sektion Informatik und im September 2012 in den Aufsichtsrat gewählt wurde.

Im Jänner 2001 wurde ihm das Österreichische Ehrenkreuz für Kunst und Wissenschaft Erster Klasse verliehen, im Juli 2001 das Große Ehrenzeichen des Landes Steiermark. Ehrendoktorate wurden ihm 1991 von der Politechnischen Universität St. Petersburg, 2002 von der Universität Karlsruhe und 2007 von der University of Calgary verliehen. Im Mai 2007 wurde er Mitglied im Advisory Board der "Web History"-Gesellschaft in San Franzisko. 2015 wurde ihm das Goldene Doktordiplom seiner Alma Mater, der Universität Wien, überreicht, im November 2015 wurde er Ehrenmitglied der österreichischen Computergesellschaft.

Verfasser von 20 Büchern (davon etwa die Hälfte wissenschaftlich, die andere romanhaft im Bereich SF), und über 750 Artikeln in verschiedensten Publikationsorganen; Gründer und später Mitherausgeber der Zeitschrift 'Journal of Universal Computer Science', Mitglied des Redaktionsrates von mehr als einem Dutzend Zeitschriften; Mitarbeiter in mehreren wissenschaftlichen Beiräten (z.B. B-IT Bonn und L3S Hannover) und in Programmkomitees zahlreicher internationaler Tagungen; Gründer der Tagungsreihen ED-MEDIA, WebNet/eLearn und der Tagung I-KNOW; europäischer Repräsentant bei der ICCE bis 2000.

Leiter von mehreren großen Industrieprojekten, darunter die Entwicklung eines patentierten optischen Bildspeichers, eines Bildschirmtextcomputers MUPID für BTX (zusammen mit Professor Reinhard Posch, damals sein Mitarbeiter), eines elektronischen Unterrichtsexperiments COSTOC (Über 400 Lektionen Informatik), von Multimediaprojekten wie z.B. 44 Filme „Einführung in die Informatik“, "Images of Austria" (Expo'92 und '93), von elektronischen Publikationsprojekten wie z.B. "PC Bibliothek", "Geothek", "J.UCS" und "Brockhaus Multimedial"; verantwortlich für die Entwicklung des ersten Web Based Information Management Systems der zweiten Generation (Hyperwave), ferner der „eLearning Suite“, einer modernen netzbasierenden Unterrichtsplattform. Bis 2015 vor allem als Leiter des Projektes Austria-Forum tätig, seit 2015 unter Univ. Doz. Martin Ebner als der „Hauptherausgeber“ des Projektes. Er betreut nach wie vor Diplomanden und Dissertanden und leitet ein Forschungsteam mit 6 Mitarbeitern.

Beteiligt am Multimedia-Teil zahlreicher Museumsprojekte wie z.B. des Ars Electronica Centers (Linz), dem Papa Tongarewa (Wellington, Neuseeland) und dem Odysseum (Köln, Deutschland). Leiter bzw. Mitarbeiter von etlichen nationalen Projekten und EU-Projekten. Erfolgreiche Betreuung von über 400 Diplomarbeiten und 60 Dissertationen bzw. Habilitationen.

Maurer war an zahlreichen Universitäten und Forschungseinrichtungen zu Gast und hielt mehr als 1100 Vorträge - entweder bei diesen Gelegenheiten oder als eingeladener Vortagender oder Keynote-Speaker auf internationalen Konferenzen.

Höhepunkte waren wohl sein Vortrag in Calgary vor 4.000 Personen 2007, im Opernhaus Bayreuth 2004, und im Krönungssaal in Aachen vor über 1.200 Personen 2015. Er ist ein Kritiker von "data-mining"-Aktivitäten im WWW und hat sich z.B. gegen frühe Versionen von Google Analytics, Google Chrome, das Diktat Amerikas im Sektor Informationen und für vorsichtigere Globalisierung zugunsten stärkerer Regionalisierung und Saisonalisierung engagiert. Von ihm stammt die Idee der „Asymmetrischen Entfernungssteuer“. Ideen in diese Richtung finden sich auch in seinem letzten Roman „Das Ende des Traumes“ (Nov. 2014).

Seine ursprünglichen Forschungsgebiete waren Compiler Design, Formale Sprachen und Automaten, Algorithmen und Datenstrukturen, Web-basierende Lernumgebungen, Sprachen und ihre Anwendungen, Telematikdienste, Computernetzwerke, Computergestützte neue Medien und dynamisch symbolische Sprachen. Gegenwärtige Forschungs- und Projektgebiete sind vernetzte Multimedia Systeme; Elektronisches Publizieren und dessen Anwendungen im Bereich von Universitäten, Ausstellungen und Museen, gesellschaftliche Auswirkungen der Computer, Probleme der Plagiatsbekämpfung. Hauptinteresse seit einiger Zeit sind die Wissensstrukturierung im WWW und daraus resultierend das Austria-Forum.

Seine Hobbies sind u.a. das Schreiben von Science Fiction, Bergwanderern und SCUBA-Tauchen. Er ist Mitglied der ACM, der GI, der OCG, der OMG und war Mitglied vieler anderer Organisationen wie der WG 3.6. der IFIP und der ADV. Er ist lebenslanges Ehrenmitglied des MCCA (Wien) und der Computer Engineering Society (Graz).

Seit 1980 ist Hermann Maurer Kiwanis-Mitglied und -Funktionär.

Graz, Oktober 2015